Bergbaufolgelandschaft: Markkleeberger See

Bergbautechnikpark Großpösna

Herbst im Muldetal

Spitzi und Mäxle

In Höfgen

Schiffsmühle an der Mulde

Bergbautechnikpark u. Schleuse am See

 

Weihnachtsbaum-Verbrennen in Großpösna

Schon seit acht Jahren können die Einwohner in Großpösna ihre ausrangierten Christbäume am Sportplatz abgeben. Die Feuerwehr sorgt dann für ein kleines „Event“ und brennt den Reisigstapel öffentlichkeitswirksam ab.
So auch am Freitag Abend, als gut und gern 100 Tannenbäume unter der Aufsicht der Floriansjünger verbrannt wurden. Bei Glühwein mit und ohne Schuss und gegrillten Bratwürsten wurden die Bäume nach Einbruch der Dunkelheit angezündet und wer wollte, konnte seinen vom Weihnachtsschmuck befreiten Christbaum auch noch spontan während des Feuers vorbei bringen.

Weihnachtsbaumbrennen in Großpösna

Rund 100 ausgediente Weihnachtsbäume wurden dieses Jahr am Sportplatz unter Aufsicht der Freiwilligen Feuerwehr Großpösna verbrannt
(Fotos: HS)

Weihnachtsbaum-Verbrennen in Großpösna

Die Feuerwehr sorgte mit Glühwein und Bratwürsten für die entsprechende Wärme von innen…

Die nicht nur in Großpösna seit Jahren praktizierte „thermische“ Entsorgung der Bäume führt immer wieder zu Diskussionen. Viele sprechen davon, man würde sich dabei an das schwedische Knud-Fest anlehnen. Dort werden die Bäume aber, nachdem alles Essbare vom Baum geplündert wurde nicht verbrannt sondern, bildlich gesehen, aus dem Fenster geworfen. Die schwedische Weihnachtszeit geht vom 13. Dezember bis 13. Januar. Und dieses Datum wiederum geht auch auf den dänischen König Knud den Großen zurück, welcher am 13. Januar 1086 ums Leben kam. Die zeitgleichen Ereignisse haben also ein nordisches Fest geprägt, welches zu uns Deutschen überhaupt keinen Bezug hat und einfach nur so wahllos übernommen wird.

Nicht nur Kirchenvertreter kritisieren, dass das Verbrennen der Bäume hier in Deutschland viel zu früh geschehe. Zeitlich gesehen gehe die Weihnachtszeit ja bis 40 Tage nach dem 1. Weihnachtstag, also bis Maria Lichtmess am 2. Februar. Erst danach werden die Christbäume und die Weihnachtskrippen aus den Kirchen geräumt.

Wir kennen also nicht mal mehr unsere eigenen Traditionen und übernehmen wahl- und kritiklos fremde Sitten und Gebräuche. Das zentrale Verbrennen der Bäume kann man ja noch unter einer besonderen Form der Abfallbeseitigung in einer Gemeinde sehen, aber man sollte nicht immer alles glauben und übernehmen, was schwedische Möbelhäuser in ihrer Werbung so von sich geben…