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Polizia di Stato mit eigenem Hotel Castel Stifterhof in Meran

Sie wollten schon immer Castellan, also ein Schlossherr sein? Mit eigenem Schloss, Schlossgarten und ihrem eigenem Personal? Ganz allein im großen Speisesaal mit Silberbesteck mit eigenem Monogramm tafeln und in einem Zimmer übernachten, in dem der Kleiderschrank größer ist als die Räumlichkeiten in manch anderem Hotel?

Da kann ich nur das Hotel Castel Stifterhof in Meran empfehlen!

Ankunft am späten Sonntag Nachmittag. Brita und ich betreten das Hotel, sehen zunächst niemand. Irgendwo hört man es plötzlich rumoren und dann ruft mich jemand: „Hans, Signore Hans?“ Ich bejahe und schon werde ich herzlich von einem Kollegen der Polizia di Stato begrüßt. In einem Kauderwelsch auf deutsch, italienisch und englisch werden wir in die Gepflogenheiten des Hauses eingewiesen und so ganz nebenbei erfahren wir, dass wir die einzigen Gäste sind.

Aber was ist das für ein Hotel? Eine Polizei-Unterkunft wie wir das aus vielen anderen Ländern und auch bei uns in Deutschland kennen? Mitnichten. Es handelt sich dabei um ein als Hotel genutztes Schloss am Ortsrand von Meran, welches im Besitz des italienischen Staates ist und vom Ministerio dell´interno in Rom, bzw. der Polizia di Stato unterhalten wird und in dem normalerweise nur italienische Polizeiangehörige übernachten können. Durch die Vermittlung des Verbindungsstellenleiters der IPA Meran, Luciano Pistore, hat es das Ministerium nun ermöglicht, dass auch IPA-Mitglieder das Hotel nutzen können. Und da wir Mitglied in dieser weltweiten Vereinigung sind, wollten wir die Gelegenheit nutzen und haben uns für ein paar Tage eingemietet.

Hotel Castello Stifterhof in Meran

Hotel Castello Stifterhof in Meran

Gleich am ersten Abend werden wir vom Kellner, Signore Roberto, begrüßt. Aber nicht mit einem höflichen Lächeln, sondern mit einem breiten Grinsen und der Bemerkung, er sei die nächsten Tage unser persönlicher cameriere und werde sich ausschließlich nur um uns kümmern (ist ja auch ein leichtes Versprechen, wenn wir die einzigen Gäste sind). In allen Fragen, Wünschen oder Problemen dürfen wir uns vertrauensvoll an ihn wenden. Mittlerweile war auch Luciano Pistore eingetroffen und alle weiteren Details wurden an der Bar besprochen und diskutiert. Überhaupt war die Bar in den folgenden Tagen der zentrale Punkt für alle zu besprechenden Themen. Dort wurden die Essenswünsche besprochen, Rezepte mit dem apulischen Koch ausgetauscht, Vergleiche zwischen der Polizia di Stato und der deutschen Polizei gezogen und der eine oder andere Prosecco probiert. Dazwischen immer mal noch einen Espresso…

Zentraler Punkt: die Bar

Zentraler Punkt: die Bar

Neben Signore Roberto und dem Koch, der aus Mola di Bari stammt, war auch Direttore Lino Grigori als Leiter des Hotels unser Gesprächspartner. Wir erfuhren, dass das um 1900 von Georg von Ompteda erbaute Castello seit 1967 im Besitz der Polizei ist. Insgesamt gibt es 26 Zimmer mit Dusche/Bad, Heizung, TV und Telefon. Die Zimmer sind alle mit antiken Möbeln ausgestattet und vermitteln so auch den Charakter des Hauses.

Man wähnt sich überall als Castellan, als Schlossherr…

Fazit: Alles in allem ist das Hotel wirklich empfehlenswert! Man darf keinen (für deutsche Verhältnisse) Vier-Sterne-Komfort erwarten, die Zimmer und die Einrichtung sind antik und das macht gerade den Charme des Hauses aus. Da knarzt auch mal eine Diele, es knackt im Gebälk oder der große Spiegel im Zimmer ist nicht etwa dreckig, sondern altersbedingt blind geworden. Im Gegenzug ist aber das Personal sehr aufmerksam und vor allen Dingen sehr freundlich und zuvorkommend. Die Küche bietet italienisch/tirolerische Hausmannskost und der Koch geht auch sehr gerne auf Sonderwünsche ein.

Zum guten Schluss:

Dass wir die einzigen Gäste waren, hatte einen ganz banalen Grund. Die Italiener haben vor, in einigen Zimmern die Bäder zu renovieren. Und wie das in Italien so ist, Handwerkertermine werden nach dem Prinzip „komme ich heute nicht, komme ich vielleicht morgen“ eingehalten und deshalb hat Direttore Grigori für das Ostergeschäft keine große Werbung unter den italienischen Kollegen gemacht und wollte eigentlich schließen. Aber für einen deutschen Kollegen hat er dann doch noch eine Ausnahme gemacht!

Silberbesteck der Accademia der Guardia di P.S.

Nobel geht die Welt zugrunde: auf Castel Stifterhof hat die Polizia di Stato eigenes graviertes Silberbesteck

Thuja-Baum

Wenn ihre Thuja mal nicht so richtig will zeigen sie ihr dieses Prachtexemplar: ein Thuja-Baum, rd. 25 Meter hoch!

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