Bergbaufolgelandschaft: Markkleeberger See

Bergbautechnikpark Großpösna

Herbst im Muldetal

Spitzi und Mäxle

In Höfgen

Schiffsmühle an der Mulde

Bergbautechnikpark u. Schleuse am See

 

Wolfgang Amadeus Maus

Der Hauptdarsteller aus Dick King-Smith‘ s gleichnamigen Kinderbuch zu Besuch in Großpösna

Heute morgen um halb acht hatte ich das erste Mal Besuch von einer kleinen Maus. Sie lief ganz gemütlich an der Terrassentür vorbei und schaute herein. Ich saß am Küchentisch beim Zeitung lesen und habe sie gar nicht erkannt.

Am Vormittag kam sie noch einmal vorbei und hat wieder hereingeschaut. Dann hat sie an dem grünen Fußabstreifer probiert, ob man davon fressen kann, hat dann noch am Grill nach etwas Essbarem gesucht und ist wieder zwischen den großen Kübeln, in welchen unsere Zucchini und unser roter Basilikum wachsen, verschwunden. Ich dachte mir noch, dass für das kleine Tierchen keine größeren Gefahren lauern dürften: schließlich sind unsere Nachbarn auf der linken Seite mit samt ihrer Katze in den Urlaub gefahren, die von Familie Obst ist zurzeit auch nicht da, da sie ja bei der Tochter lebt und nur am Wochenende bei uns in der Straße ist. Und „Spitzbube“, der Kater unseres Hausnachbarn lässt sich ja sowieso nicht blicken, wenn sich etwas schneller bewegt als er selbst. Also keine Bange kleine Maus, es kann dir nichts passieren!

Und gerade vorhin habe ich im Fernsehen Olympiade geguckt und weil heute ausnahmsweise ein paar Sonnenstrahlen zu sehen waren, hatte ich die Terrassentür offen. An die Maus habe ich gar nicht mehr gedacht. Plötzlich sehe ich im Wohnzimmer unten am bis zum Boden reichenden Fenster zwischen dem Rahmen, Vorhang und den Blumentöpfen etwas entlang huschen: es war die Maus und sie hatte gerade die Schrankwand angepeilt um hinter ihr zu verschwinden!

In einer olympiareifen Zeit (ich frage mich, warum ich hier bin und nicht in London) war ich in der Zimmerecke und konnte gerade noch verhindern, dass die Maus den Schrank erreicht. Da ihr also der Weg versperrt war, machte sie kehrt und versteckte sich hinter dem Vorhang. Mir fiel auf, dass es der kleine Nager gar nicht eilig hatte und eigentlich immer nur so schnell rannte wie nötig. Auch schaute er mich an, als wollte er sagen: was willst du eigentlich von mir, lass´ mir doch meine Ruhe ich habe wichtigeres zu tun, als mit dir Fangen zu spielen. Und irgendwie kam mir der kleine Kerl auch bekannt vor.

Nachdem ich dann noch am Vorhang gewackelt habe, lief mein neuer Freund dann doch wieder zurück und wollte gleich an der Terrassentür zwischen der Hauswand und den großen roten Steinen durchrennen. Weil das da aber ziemlich eng ist, blieb er erst noch mal sitzen und hat sich nach mir umgedreht. Wahrscheinlich um zu schauen, ob ich ihn auch wirklich verjagen will. Dann quetschte er sich durch den schmalen Spalt und verschwand in den Beeten.

Wolfgang Amadeus Maus, der Virtuose persönlich!

Und dann fiel es mir wieder ein, woher mir die Maus so bekannt vorkam: es kann nur Wolfgang Amadeus Maus aus dem gleichnamigen Kinderbuch von Dick King-Smith gewesen sein. Ich kenne Wolfgang Amadeus weil wir unserer Enkeltochter Matilda  im Italienurlaub in Ostuni abends immer aus dem Buch vorgelesen haben. Als er am Vormittag da war, habe ich ihn fotografiert, allerdings habe ich nicht gehört, ob er tatsächlich so wunderschön, wie im Buch beschrieben, gesungen hat. Ich glaube eher nicht, da er ja nur bei Mrs. Honeybee und ihrer Klavierbegleitung sein Können gezeigt hat…

War es tatsächlich Wolfgang Amadeus Maus?